Gastfamilie

Freitag, 05.07.2013

Heute kam endlich, nach laaanger Warterei, der langersehnte Brief an. Ich war so aufgeregt, dass ich den Brief kaum öffnen konnte Lachend Heute Vormittag war Aufregung pur!! Wir wollten nämlich gerade losgehen, um meinen Gastbruder aus Brasilien und seine Mutter zum Bahnhof zu bringen, als mein Vater mir den Brief gegeben hat. Alle standen um mich herum und starrten mich gespannt an. Ich überflog den Brief schnell um die wichtigsten Infos zu bekommen. Wie heißen meine Gasteltern? Habe ich Gastgeschwister? WO KOMME ICH HIN? Dann habe ich laut vorgelesen: Harbin, Heilongjiang! 

Meine Mutter hat mich erstmal gefragt, ob dass ein Witz sei! Ich habe nämlich immer erzählt, dass mir jede Provinz recht wäre AUßER Heilongjiang! Ich hasse den Winter nämlich und in Harbin werden es in den Winternächten schonmal um die -40°C!!! OK meine nächste Hoffnung: eine Gastschwester! Aus dem Namen konnte ich nicht erkennen ob es sich bei meinem 14 Tage jüngeren Familienmitglied um einen Jungen oder ein Mädchen handelt. Zum Glück stehen Mrs./Mr. vor allen Namen. Also erkenne ich, dass ich einen Gastbruder habe. Mmh! Meine Eltern habe schon die ganzen Monate lang Witze darüber gemacht, dass ich in die Eisstadt komme. Und das erste was man findet, wenn man Harbin googelt, ist das Schnee und Eis Festival!! Na toll! Ich war völlig enttäuscht - so hatte ich mir mein Auslandsjahr nun wirklich nicht vorgestellt! Alles, was ich auf keinen Fall wollte, ist wahr geworden! Und meine Freunde kommen nach Nanchang bzw. Nanjing ( "nan" bedeutet Süden -.-). Während der Autofahrt zum Bahnhof und auch auf dem Bahnhof selbst habe ich "Harbin" gegoogelt. Zwischendurch der tränenreiche Abschied von meinem Gastbruder und seiner Mutter Weinend - und auf der Rückfahrt: weiter gegoogelt. Hierbei entdeckte ich auch sehr schöne Seiten von Harbin. Und ich weiß auch, alles steht und fällt mit der Gastfamilie! Das ist das Wichtigste!! Doch außer Namen, Adresse und Telefonnummer habe ich noch keine Informationen über meine Gastfamilie. Also habe ich alle 2 Minuten meine E-Mails gecheckt, in der Hoffnung noch Bilder und genauere Informationen von meiner Gastfamilie zu bekommen. Als abends immer noch keine E-Mail von AFS kam, beschloss ich, selber eine E-Mail an meine Gastfamilie zu schicken, um nach Infos und Fotos zu fragen.

Jetzt sind es noch 48 Tage bis mein Abenteuer beginnt! Alle drei Vorbereitungen habe ich schon hinter mir und mein Arrival Camp in Beijing kann ich kaum noch erwarten. 

Morgen werde ich dann ständig meine Mails checken und auf eine Antwort meiner Gastfamilie warten. Aber jetzt gehe ich erstmal schlafen - das war ein sehr anstrengender und emotionaler Tag Lächelnd