Das Ende ist nah… + Eltern in China

Mittwoch, 23.04.2014

 

Seit die Schule wieder losgeht verbringe ich viel mehr Zeit in der chinesischen Klasse und lerne fleißig Chinesisch. Ich habe jetzt einen neuen Tischnachbarn, da meine alte Tischnachbarin die Klasse gewechselt hat. Darüber bin ich ziemlich traurig, weil wir im vergangen Semester gute Freunde geworden sind. Mein neuer Tischnachbar ist ein schüchterner Junge, der ganz überrascht war, als er herausfand, dass ich Chinesisch sprechen und verstehen kann. Doch seit der das weiß, reden wir ab und zu miteinander und ich helfe ihm. Bei seinen Englisch Aufgaben. Am Wochenende nach der ersten Schulwoche habe ich endlich die Gastfamilie wechseln können, weil ich mich in der anderen Gastfamilie nicht wohl gefühlt habe. Sie haben auch kaum etwas mit mir unternommen und waren immer sehr beschäftigt. Ich bin jetzt in der Familie, zu der ich ursprünglich sollte. Ich habe dort zwar keine Gastgeschwister, weil mein Gastbruder zurzeit in Deutschland ist, aber wir haben regelmäßig via Smartphone Kontakt. Meine neue Gastmutter ist Englischlehrerin und mein Gastvater Ingenieur in einem Pharmazeutischen Institut. Die Wohnung befindet sich auch auf dem Institutsgelände. Das Institut ist im westlichen Stil erbaut, die Fassaden sind mit Stuck und Statuen verziert, was dem ganzem einen sehr edlen Anblick verleiht.

Gleich am ersten Tag in der neuen Gastfamilie ist ein Gastvater mit mir zur Sonneninsel gefahren. Dort haben wir viele Fotos gemacht (typisch Chinesisch). Mein Gastvater interessiert sich nämlich sehr für Fotografie und wollte, dass ich meine gute Kamera auch häufig benutze.

Schon nach kurzer Zeit habe ich den Eindruck, dass meine neue Gastfamilie sehr freundlich und herzlich ist. Sie kümmern sich sehr liebevoll um mich und geben sich sehr viel Mühe. Meine Gastmutter gibt jeden Abend bei uns Zuhause Englischunterricht und trotzdem übt sie danach noch mit mir Chinesisch oder unterhält sich mit mir. Mein Gastvater trinkt mit mir auf traditionelle Weise Tee, bringt mir Kalligraphie bei oder besucht mit mir die Nachbarn. Sobald meine Gasteltern Zeit haben, verbringen sie diese mit mir. Einmal hat mein Gastvater mich zu verschieden Kirchen gefahren, damit wir dort Fotos machen können. Einen Abend, als meine Gastmutter keinen Unterricht gegeben hat, sind wir zu dritt Teigtaschen essen gegangen, danach am Fluss entlang spazieren und natürlich Fotos machen. Ab und zu wohnt bei uns die Mutter meiner Gastmutter. Sie ist sehr freundlich, herzlich und kocht sehr gut.

In der Schule habe ich schon einige neue Freundin gefunden, z.B. die Gastschwester von Gaia. An den Wochenenden gehen wir oft zusammen und sie zeigt mir leckere chinesische Speisen und wir reden Chinesisch miteinander.

Außerdem stellt mir meine Gastmutter viele neue Freunde vor, die sie dann anruft, damit sie mit mir ausgehen, Z.B die Tochter, ihrer besten Freundin. Wir sind zusammen Sushi essen gegangen, spazieren und shoppen, sie ist echt lieb. Also eins steht fest: alleine Zuhause rumsitzen muss ich in dieser Familie ganz bestimmt nicht.

In der Schule lerne ich wie gesagt viel, vor allem wegen der bevorstehenden HSK Prüfung. Seit meine Mitschüler wissen, dass ich Chinesisch kann, reden sie mehr mit mir und wir spielen zusammen Badminton. Besondern interessant finde ich den Psychologie Unterricht. Jede Stunde hat ein Thema, wie z.B „Freundschaft zwischen Jungs und Mädchen“, „Druck-wie gehst du damit um?“ oder „Liebe kann warten“. Wir spielen dann lustige Spiele oder gucken uns kurze Videos an.

Am 29.03. war es dann endlich soweit. Meine Eltern sind nach etlichen Stunden Flug in Harbin gelandet. Es war so toll, sie endlich wieder in die Arme nehmen zu können.

An dieser Stelle möchte ich euch kurze Einblicke in das Tagebuch meines Vaters geben.

29.03.2014

Anreise über München nach Peking, von Peking nach Harbin. Dani hat uns zusammen mit ihrem Gastvater vom Flughafen abgeholt. Wir waren nach etlichen Stunden Reisezeit ganz schön fertig. Doch Dani nach so langer Zeit wiederzusehen war es auf jeden Fall wert. Wir haben im Hotel das erste echte chinesische Essen bekommen. Das hat wenig mit dem zu tun, was wir aus den China Restaurants in Deutschland kennen.

30.03.2014

Am nächsten Tag haben wir uns mit Dani am Fluss getroffen, wir haben da ganz alleine hingefunden! Dann haben wir die „Central Street“, die Fußgängerzone, erkundet. Dabei kam aus den Lautsprechern Musik, die alles andere, aber nicht chinesisch war, wir hörten „Rosamunde“, „La Paloma“ und diverse klassische Stücke aus Europa. Zu essen gab es dann „Jiaozi“, wir würden Maultaschen sagen. Wir sind fasziniert wie Dani chinesisch spricht und wie selbstbewusst sie geworden ist. Abends sind die schönen alten Häuser toll beleuchtet und es hängen bunte Lampions über der Fußgängerzone. Die Gebäude haben eher einen russischen Stil, ohne die Schriftzeichen und die Chinesen könnte man fast meinen, man ist in Europa.

31.03.2014

Treffen mit den Gasteltern. Nach dem Kampf mit der Zeitumstellung, der Morgen kam uns vor wie der Abend, haben uns Dani und ihre Gasteltern zum Essen abgeholt. Es gab „Spring Cake“. Das ist so ähnlich, wie ein Wrap, nur muss man sie selbst füllen und rollen, und damit das Ganze auch einen Spaßfaktor hat, natürlich mit Stäbchen. Das Essen selbst geht sehr schnell, sobald man fertig ist wird gezahlt und gegangen. Dann ging es bei schönstem Wetter wieder die „Central Street“ auf und ab, und was wurde gemacht? Natürlich Fotos! Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, dass auch andere von uns Fotos machen ohne zu fragen. Jetzt wissen wir, wie sich die Tiere im Zoo fühlen.

Danach sind wir zu den Gasteltern nachhause gefahren. Das große Gebäude in dem sie wohnen, hier ist alles groß, könnte auch in einer europäischen Stadt stehen. Zuerst gab es Tee, vom Vater klassisch hergestellt. Das Wasser und der Tee sind durch mehrere Kännchen und Siebe immer hin und her gegossen worden, bis es dann in die kleinen Trinkgläser gefüllt wurde. Und dann hieß es schlürfen und nicht pusten. Diese Prozedur wurde dann einige Male wiederholt. Im Anschluss wurden Gastgeschenke ausgetauscht. Dann kam eine längere Diskussion über unsere Reise mit Dani nach Beijing, nach der für den Tag alles klar war, doch am nächsten Tag sah das dann schon ganz anders aus. Zum Abendessen gab es Feuertopf. Das Essen war wieder sehr gut uns interessant. Diesmal war es nicht nur eine Herausforderung mit Stäbchen zu essen, wir haben nämlich zum ersten Mal einen ganzen Krebs auf dem Teller gehabt. Die Krebse waren laut Gastvater ganz frisch: „Gestern haben sie noch gelebt“.         

01.04.2014

Morgens haben wir einen Spaziergang am Fluss unternommen und haben dort Leute singen, tanzen und Taiji machen gesehen. Zum Mittag gab „Baozi“, das sind sowas wie gefüllte Brötchen, dazu gab es Reissuppe. Im Anschluss wurde geshoppt, was das Zeug hält. Abends ging es dann wieder an die Reiseplanung.

02.04.2014

Mittags sind wir mit Dani und ihren Gasteltern Peking Ente essen gegangen. Das ist völlig anders, als die Pekingente, die man in Deutschland kennt. Man rollt ein paar Stückchen Ente, Gemüse und eine spezielle braune Soße in einen dünnen Eierkuchen ein, so ähnlich wie die „Spring Cakes“. Kerstin und mir wurden dann als Ehre die Entenköpfe überlassen, die haben gar nicht mal so schlecht geschmeckt. Später erlebten wir dann das „Abenteuer Bahntickets kaufen mit einer coolen Tochter“. Am Bahnhof war es so laut und überfüllt und kein Mensch konnte Englisch sprechen. Ohne Dani wären wir völlig aufgeschmissen gewesen.

03.04.2014

Bahnfahrt nach Peking. Dort sind wir dann nachmittags über die Wangfujiang Dajie (Fußgängerzone) gelaufen und abends wieder Pekingente essen. Im Anschluss sind wir über den Foodmarket gegangen, haben aber nichts gegessen (Auf Seesternen, Spinnen und lebende Heuschrecken hatten wir doch keinen Appetit)

04.04.2014

Wir haben die Chinesische Mauer und Ming Gräber besucht. Im Anschluss sind wir über den Tian’Anmen zu den alten Straßen.

05.04.2014

Der Lauftag! Zu Fuß und mit der U-Bahn sind wir zum Sommerpalst gefahren. Danach haben wir in einem Cafe auf der Dachterrasse, wir waren die einzigen auf der Dachterrasse, obwohl es über 25°C war, etwas getrunken. Anschließend sind wir durch die Hutongs am Fluss spaziert und danach zurück zum Hotel gelaufen.

 

06.04.2014

Zuerst waren wir in der verbotenen Stadt, dann im Jingshan Park, und dann im Bei Hai Park. Dort haben wir eine kleine Bootsfahrt unternommen und sind dann weiter zur weißen Pagode. Abends sind wir über den Nachtmarkt geschlendert und haben auch ein paar harmlose Dinge gegessen, wie zum Beispiel frittiertes Eis.

07.04.2014

Heute waren wir im Yonghe Gong, dem Lamakloster (Beijings größter Buddha Tempel). Als Snack zwischendurch gab es grüner Tee Eis. Später sind wir nochmal über den Tian’Anmen gelaufen, der wirklich „mächtig gewaltig“ ist.

08.04.2014

Nun ging es schon wieder zurück nach Harbin. Der Bahnhof Harbin West ist so riesig, dass wir uns gleich verlaufen haben (den kann man mit einem Flughafen bei uns vergleichen).

09.-13.04.2014

Unsere letzten Tage in China. Wir haben uns ausgeruht, waren in der „Polarworld, wieder mit den Gasteltern essen und viel shoppen und spazieren. Am 11.04 haben wir uns mit den anderen AFS Austauschschülern und mit Danis Freundin Hanyi getroffen. Sie sind alle sehr nett. Am 13.04. sind wir mit Hanyi zurück nach Peking gefahren. Diesmal fiel uns der Abschied von Dani etwas leichter, weil wir ja wissen, dass sie bald schon zurück nach Deutschland kommt.

14.04.2014

Heimflug.

Zuhause ruhen wir uns erst mal aus, genießen die Stille, die es in China nicht gibt und lassen die Eindrücke auf uns wirken.

 

Was noch zu erwähnen ist:

Verkehr:

Gas geben statt bremsen, große Autos alle ohne Beulen, wie geht das?! Hupen ist das wichtigste. Verkehrsregeln, sofern vorhanden, sind eher Richtlinien. Abbieger haben, beziehungsweise nehmen sich die Vorfahrt, also auch nach links schauen.

Fotos von der Fischerfamilie:

Tochter blond und weiß, Vater groß

 

Subway:

Sauber geordnet, aber voll. Da soll sich nochmal einer über den Berufsverkehr in Deutschland beschweren. Busfahrt kostet 1 Yuan/ 12 Cent, U-Bahn 2 Yuan

Essen:

Rein, Hände waschen, essen, fertig -> raus

Preise:

Geschäfte haben wie bei uns Festpreise. Bei kleineren Geschäften handelt Dani bis zur Schmerzgrenze.

 

 

 

Es war schön, nach so langer Zeit meine Eltern endlich wiederzusehen. Am Wochenende darauf bin ich mit einer Schülerin meiner Gastmutter in eine Karaokebar gegangen und am nächsten Tag in den Freizeitpark.

In den letzten Wochen haben sich außerdem ein paar Phänomene geklärt:

Phänomen: Überall verbrennen Leute Papier auf den Straßen.

Erklärung: Dieses Phänomen hat etwas mit dem Feiertag zu tun, der am 05.04. war. Ein Feiertag zur Erinnerung an die Toten. Wenn Chinesen kürzlich einen Verlust in der Familie erlebt haben, dann verbrennen sie, zum Ausdruck ihrer Trauer, Papier.

Phänomen: Häufig sieht und hört man Fahrradfahrer, sie vorne am Fahrrad eine Art Trommel angebracht haben. Darauf trommel sie dann die ganze Zeit herum, auch mitten in der Nacht, wenn man versucht zu schlafen.

Erklärung: Hierbei handelt es sich, ob es ihr es glauben wollt, oder nicht, um einen Beruf. Diese Fahrradfahrer kaufen Dinge, die andere nicht mehr benötigen. Hat man also unnötige Gegenstände, kann man sobald man das Trommeln hört, auf die Straße rennen, und sie dem Fahrradfahrer geben.

Phänomen: Viele Autos haben um die Felgen ein rotes Band gebunden.

Erklärung: Dieses Phänomen ist ganz einfach zu erklären. Sieht man so ein Bad, weiß man, dass das Auto neu ist. Das rote Band soll dem Fahrer Glück bringen.

 

Heute sind es nur noch 58 Tage, bis ich meine Heimreise antreten werde. Einerseits freue ich mich schon auf Deutschland, meine Freunde, Familie, die Tatsache, dass ich alles verstehen kann und dass ich nicht ständig angestarrt werde, andererseits werde ich China und die chinesische Mentalität auch sehr vermissen. Ich werde es vermissen, dass in China „Hast du schon gegessen?“ eine Begrüßung ist und einem in Geschäften beim hinausgehen immer: „Lauf langsam!“ gesagt wird. Außerdem werde ich meine Freunde, meine Gastfamilie und das chinesische Essen vermissen. Ich werde die Ordnung in den Schulen vermissen und das ständige: „Hiiii!“, das ich hier zu hören bekommen. Ich könnte ewig weiter Dinge aufzählen, die ich an China vermissen werde. Doch ich werde China mit einem Versprechen verlassen: „China, ich komme wieder!“.

Nun werde ich die letzten 58 Tage bis auf die letzte Minute genießen.

 

Die Hälfte des Auslandsjahres ist schon vorbei

Freitag, 21.02.2014

Yunnan/ Weihnachten

Im Dezember war ich mit AFS in Yunnan und es war sehr schön. Aus irgendeinem Grund hat es zu dieser Zeit aber geschneit und da es nirgends Heizungen gibt, war es unerträglich kalt. Und dabei hatte ich mich auf angenehme 17° C gefreut. Da habe ich erst gemerkt, wie gut ich es doch im Norden habe ;D Die Landschaft, die vielen alten Straßen und die Dörfer von Minderheiten waren aber auf jeden Fall sehenswert. Es war natürlich auch schön die anderen Austauschschüler zu treffen und mal wieder Deutsch sprechen zu können.

Kurz nach meiner Rückkehr war dann auch schon Weihnachten. Am 24. mussten wir vormittags zur Schule gehen und nachmittags fand eine AFS Weihnachtsfeier statt.  Dort wurden Tänze aufgeführt, Lieder gesungen und natürlich wieder ganz viele Fotos gemacht. Weihnachtsstimmung kam bei mir leider trotzdem nicht auf, dafür fehlte mir einfach meine Familie. Am 25. Habe ich mir dann den Knöchel verstaucht und konnte ca. 2 Wochen lang nicht richtig laufen :/  Silvester feiert man in China auch nicht so richtig. Es gibt zwar ein Fernsehprogramm mit einer Neujahrsshow, aber leider gab es keinerlei Feuerwerk. Das chinesische Neujahrsfest ist eben etwas später. Am Vormittag der 31.12. fand in meiner Schule eine Kunstshow statt, bei der jede Klasse etwas aufführen sollte. Manche haben gesungen, manche getanzt und wieder andere haben ein Musikinstrument gespielt. Es war sehr unterhaltsam und erstaunlich, dass chinesische Schüler in nur kurzer Vorbereitungszeit derart perfekte Auftritte hinlegen können.

 In den letzten Schultagen vor den Ferien bin ich oft mit der ganzen Familie essen gegangen und habe meinen Gastcousin kennengelernt, der zurzeit in Amerika studiert. Er kam für ein paar Wochen zu Besuch zurück nach China und wollte mich sehr gerne kennenlernen. Ich habe mit ihm viel über Deutschland und Amerika geredet und bin dabei wieder auf die typische Vorstellung der Chinesen von Deutschland getroffen: „Ah Deutschland! Bier, Volkswagen, BMW, Hitler!“. 

 

2 Monate Ferien

Anfang Januar fingen die Winterferien an, die bis Anfang März gehen. Zu Beginn der Ferien habe ich mich häufig mit meinen chinesischen Schulkameraden oder dem italienischen Austauschschüler Phung getroffen. Gemeinsam haben wir interessante Orte entdeckt, wie Cafés und Shopping Center, und haben Oktopus gegessen oder sind in ein koreanisches Restaurant gegangen. In einem Shopping Center wurden Schmuckstücke verkauft, in denen ein Reiskorn steckt, welches man gravieren lassen kann. Als wir uns diese gerade betrachtet haben, kamen zwei Jungs auf Rollschuhen angefahren und haben Fotos von uns gemacht und uns ganz viele Fragen gestellt. Als wir fertig waren, wollten sie uns nicht einmal gehen lassen und sind uns hinterher gefahren. An einem Tag bin ich mit einigen anderen Austauschschülern zusammen zum Eisfestival gegangen. Es war wunderschön!

Peking

Am 17.01. bin ich zusammen mit einigen anderen Austauschschülern nach Beijing(Peking) gefahren. Wir haben uns viele schöne Sehenswürdigkeiten angesehen, wie den Platz des Himmlischen Friedens, den Himmelstempel, die Oper, alte Straßen und vieles mehr. Einmal waren wir alle zusammen im Food Market und haben sehr außergewöhnliche Dinge gegessen: frittiertes Eis, Schwalbennest mit Kürbis, Haiflosse, Schlange, dampfende Getränke und vieles mehr. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und die anderen Austauschschüler waren auch alle super nett. Es ist auch eine 16 jährige Chinesin mitgefahren, die sich ein wenig in Beijing auskennt und fast fließend Deutsch spricht. Sie heißt Hanyi Du und ich habe mich bestens mit ihr verstanden und wir sind gute Freunde geworden. 

Neujahrsfest  

Nach 10 Tagen bin ich wieder zurück nach Harbin gefahren und dann kam auch schon das chinesische Neujahrsfest. Am 30. Januar war, nach dem chinesischen Mondkalender, der 31.12. Also habe ich mit meiner Gastfamilie zuerst die Familie meiner Gastmutter und dann die Familie meines Gastvaters besucht. Die Erwachsenen haben an uns Kinder sogenannte „Hongbao“ verteilt, das sind rote Umschläge mit Geld darin. Wir haben ständig gegessen und abends zusammen ferngesehen. Fast das ganze Land sieht zu Neujahr dasselbe Fernsehprogramm. Nach ein paar Stunden fand ich das aber sehr langweilig. Es gab viele verschiedene Aufführungen, einige haben gesungen oder getanzt, und andere haben Sketche oder eine Zaubershow aufgeführt. Um Mitternacht war das Feuerwerk am lautesten und wir haben alle zusammen traditionellerweise Teigtaschen gegessen. In einige haben wir Münzen hineingesteckt, was demjenigen, der sie bekommt Glück bringen soll.

Von diesem Tag an, gibt es 15 Tage lang Feuerwerk. Am 15.01. nach dem Mondkalender findet das Laternenfest statt und das Neujahrsfest ist vorbei.

Jiamusi

Meine Gastfamilie ist kurz nach Beginn des neuen Jahres nach Indien gefahren, weshalb ich in dieser Zeit in Jiamusi bei meiner Freundin Hanyi gewohnt habe. Ihre Familie hat sich sehr lieb um mich gekümmert und sich viel Mühe gegeben. Ich hatte eine unvergesslich schöne Zeit in Jiamsui und möchte mich deshalb hier nochmal bei Hanyi und ihrer Familie bedanken. Xiexie nimen!!!!       

Ich habe mich auch häufig mit den Austauschschülern aus Jiamusi getroffen, die alle sehr offen und freundlich sind. Außerdem hat Hanyis Oma viele interessante und leckere Speisen gekocht und Hanyi hat mir auch von einigen leckeren Dingen erzählt, die ich mal ausprobieren soll. So kam es, dass ich in Jiamusi Süßkartoffeleis/ -tee, Peking Ente, gefrorene und kandierte Früchte, Suppe aus vielen verschiedenen Reis- und Maissorten, Walnussmilch aus Tüten und gefüllte Reisbällchen probiert habe. Diese Reisbällchen isst man traditionellerweise zum Laternenfest und sie können mit vielen verschiedenen Füllungen gefüllt sein. Ich habe sie mit Erdnuss-, Sesam- und Schokoladenfüllung probiert.

Einmal bin ich mit Hanyi und ihrer Familie zu Bekannten von ihnen gefahren, weil der Sohn gerade zu Besuch war. Er ist ein sehr erfolgreicher Musiker und hat einige Jahre in Deutschland studiert, wo er einige Zeit lang auch bei der Berliner Philharmoniker gearbeitet hat. Wir haben ihm beim Spielen zugesehen und uns über Musik unterhalten.

Hanyis Familie hat häufig versucht mit mir zu reden, damit ich mein Chinesisch verbessern kann. Der Opa von Hanyi hat mir zum Beispiel erzählt, dass ein Mann, der einmal in Deutschland war, ihm vor 40 Jahren erzählt hat, dass es in Deutschland Rohre gibt, durch die Bier fließt. So soll jede Familie zuhause mehrere Hähne haben: einen aus dem Wasser kommt, einen mit Bier und einen sogar mit Wein. Aus diesem Grund hat Hanyi in ihrem Wusch nach Deutschland zu gehen unterstützt. Er sagt immer zu ihr: „Geh nach Deutschland, Deutschland ist modern!“.  

Zusammen mit den anderen Austauschschülern und einigen chineischen Schülern bin ich an einem Tag mit einem großen Schlitten über den Fluss gefahren, wobei ich mir wie der Weihnachtsmann vorkam. Dort satnden mitten auf dem Eis mongolische Zelte in denen wir dann Barbecue gegessen haben. Uns allen war danach sunglaunblich kalt. Außerdem konnte man auf den Eis auch Schlittstuhl fahren, also auf kleinen Stühlen und mit mit zwei Stöckern übers Eis fahren.

Nach knapp zehn Tagen bin ich wieder zurück nach Harbin gefahren, da meine Gastfamilie aus Indien zurückgekehrt ist. Nach einigen Tagen war dann auch schon das Laternenfest. Die Familie meiner Gastmutter kam zu uns nachhause und wir haben gemeinsam gegessen. Nach dem Essen sind alle wieder einmal abrupt gegangen. In den Tagen danach bin ich manchmal alleine ausgegangen. Ich bin dann in Shoppingcenter gegangen und habe viel mit den Verkäufern und anderen geredet. Die meisten sind so offen und sprechen mich direkt an: „Bist du aus Russland? Auf welche Uni gehst du?“. Wenn ich ihnen dann erzähle, dass ich aus Deutschland komme und zur High School gehe, sind sie immer sehr überrascht und beeindruckt. Eine alte Dame hat einmal ununterbrochen meine Hände gehalten, weil sie so kalt waren.  Ich mag es sehr, mich einfach mit Passanten auf Chinesisch zu unterhalten. Ich erlebe dann immer nur Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.

Vor kurzen habe ich mich mit einer Klassenkameradin und zwei Freundinnen von ihr getroffen. Wir sind zusammen essen gegangen und haben uns viel unterhalten. Sie waren alle super nett zu mir, wir haben Fotos gemacht, über Musik und Stars geredet und sie haben mir ein paar neue Wörter auf Chinesisch beigebracht. Als ich abends dann bei QQ war, habe ich entdeckt, dass sie die Bilder von mir gepostet haben mit dem Kommentar: „Ich bin heute mit der Deutschen ausgegangen, sie ist sooo hübsch!!!“

Jetzt habe ich noch eine Woche Ferien und dann bleiben mir nur noch 4 Monate im Reich des  Reises. Ich kann gar nicht glauben wie schnell, die Zeit doch vergeht. Ende März kommen mich meine Eltern besuchen und ich kann es gar nicht mehr abwarten!!!!! :D   Abnedessen bei Hanyi mit zwei anderen Austauschschülern   Schlittstühle Eisfestival in Harbin 

Tortenschlacht,Schneemassen und Erdbeben

Samstag, 07.12.2013

Schneeschippen im SportunterrichtDie wunderschöne SchuluniformFernsehturmWeihnachtsdeko im SchulflurChinesisch lernen :D St Sofia Kirche im Winter

TortenschlachtSamstags im Stadtzentrum Im Stadtzentrum

Mehr als 100 Tage bin ich jetzt schon im Reich der Mitte und somit habe ich ein Drittel meines Auslandsjahres bereits verbracht. Normalerweise ist mein Leben hier mittlerweile alltäglich, aber manchmal gibt es Tage an denen etwas Unerwartetes, Merkwürdiges und Lustiges passiert. Zum Beispiel bringen manche Schüler an ihrem Geburtstag eine  riesige Sahnetorte mit zur Schule. Doch wenn die Torte angeschnitten wird, kommt es gelegentlich zu einer Tortenschlacht. Am Ende haben fast alle, sogar der Lehrer, Sahne im Gesicht. An einem anderen Tag gab es ein leichtes Erdbeben in Harbin, von dem ich aber nicht sehr viel mitbekommen habe. Anfang November gab es in meiner Schule einen Informationstag über AFS und wir drei mussten über den Schullautsprecher Chinesisch sprechen. Ich war so unglaublich aufgeregt! Danach wurde ich jedenfalls von zwei Frauen von einem chinesischen Fernsehsender angesprochen, ob ich an einem Spiel über Schriftzeichen in Beijing teilnehmen möchte. Später haben sie dann meine Gastfamilie angerufen und diese hat dann ein Video von mir gemacht, in dem ich mich selbst vorstellen sollte. Es steht aber noch nicht fest, ob ich wirklich daran teilnehmen werde. Ich glaube auch, dass mein Chinesisch noch nicht sooo gut ist, dass ich an einem Spiel, das natürlich komplett in Chinesisch ist, teilnehmen kann.

Als unsere Klassenkameraden wichtige Prüfungen hatten, hatten wir drei von Mittwoch bis Freitag frei. Wir sind jeden Tag ausgegangen und hatten viel Spaß. Doch dann, als wir in einem Restaurant voll mit Überwachungskameras waren, hat ein Mann doch tatsächlich meine Handtasche gestohlen. So etwas passiert in China normalerweise nie! Ich war am Boden zerstört, zumal in der Tasche meine Bankkarten waren. Aber man muss es positiv sehen, so konnte ich wenigstens erfahren, wie chinesische Polizeistationen so sind. Der Verhörraum sah echt gruselig aus!

Um den 20. November herum hat es hier so heftig geschneit, wie seit Jahren nicht mehr. Flüge sind ausgefallen, Schule ist ausgefallen :D und der Verkehr war die reinste Katastrophe. Als wir dann wieder zur Schule gehen mussten, haben die Schüler in den Pausen und in den Sportstunden Schnee geschippt und die Autos der Lehrer vom Schnee befreit. Ich werde mich nie wieder über den Sportunterricht in Deutschland beschweren! Aber den Schülern hier macht das auch noch Spaß!

Vor ein paar Wochen war in Beijing das Auswahlwochenende für die Schüler, die ein Auslandsjahr machen möchten. Meine Schwester und Hildurs Schwester haben beide daran teilgenommen. Meine Schwester möchte gerne nach Spanien gehen und Hildurs Schwester nach Amerika.

Mittlerweile sind hier -19° und alle sagen mir, es wird noch kälter! Um ehrlich zu sein empfinde ich es gar nicht als so kalt. Ich spüre nicht wirklich einen Unterschied zwischen -5° und -20°, wenn es windstill ist. Und nicht einmal Schnee und Eis können die Schüler davon abhalten Basketball zu spielen – bei ca. -15° und ohne Winterjacke wohl bemerkt!

 

Die 10 merkwürdigsten/ ungewöhnlichsten/ gewöhnungsbedürftigsten Sachen in China:

  1. 1.  Die enorm enge und körperbezogene Beziehung zwischen Jungs

Jeden Tag in der Schule ist zu beobachten, wie ein Junge den Oberschenkel eines anderen streichelt, ein Junge auf dem Schoß eines anderen sitzt und ihn dabei umarmt, zwei Jungs sich eng umschlungen auf dem Boden wälzen oder Händchen haltend zur Schule laufen. Dieses Verhalten ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass in Schulen Liebesbeziehungen zwischen Jungs und Mädchen verboten sind und Pärchen von der Schule verwiesen werden.

 

  1. 2.      Toiletten ohne Türen

Die meisten öffentlichen Toiletten bestehen nur aus einem Loch im Boden, weil das hygienischer ist. Aber in den Schulen gibt es nicht einmal Türen, weshalb es anfangs etwas ungewohnt sein kann, wenn fremde Schüler einem beim urinieren beobachten.

 

  1. 3.     Überall Gemüse

Eine Zeit lang lag vor jeder Haustür, auf jedem Balkon hing vor jedem Fenster grünes Gemüse, und zwar haufenweise. Sogar in der Schule auf dem Sportplatz lag massenweise Gemüse. Nach zwei, drei Wochen war alles weg. Der Grund dafür ist mir bis heute ein Rätsel.

 

 

  1. 4.     Weihnachtsdekoration das ganze Jahr  

Schon in meinen ersten Wochen in China konnte ich überall Weihnachtsdeko entdecken. In den Fluren in der Schule, in Cafés, einfach überall. Meine Freundin Hildur sagt sogar, dass in der Wohnung ihrer Gastoma das ganze Jahr ein Weihnachtsbaum steht. Dabei feiert man China überhaupt gar kein Weihnachten.

 

  1. 5.     Ein Ausländer! Ein Ausländer!

Wie schon das ein oder andere Mal erwähnt, sind Ausländer, und vor allem blonde Ausländer mit blauen Augen, etwas Exotisches in China. Ständig werde ich angestarrt oder es werden heimlich Fotos von mir gemacht. Manchmal ist es so, als hätten Chinesen Touret sobald sie Ausländer sehen: „Ein Ausländer! Hübsch, hübsch!“.

 

  1. 6.     Unhöflichkeit

Manche Chinesen bezeichnen sich gegenseitig als fett. So sagen zum Beispiel meine Gasteltern, dass meine Gastschwester fett ist, oder selbst die schlanke Gastschwester von Hildur wurde schon fett genannt. Auch ich wurde durchaus schon als zu fett bezeichnet.   

 

  1. 7.     Der Strohhalm – die beste Erfindung aller Zeiten!

In China wird jede Art von Milch oder Joghurt grundsätzlich mit dem Strohhalm getrunken. Als ich erkältet war habe ich sogar Medizin mit kleinen Strohhalmen bekommen.

 

  1. 8.     Was ist das, was ich da gerade esse!?

Nicht selten ist es mir passiert, dass ich etwas gegessen habe, von dem ich keine Ahnung hatte worum es sich handelt. Vielleicht ist das manchmal auch besser so.

 

  1. 9.     Zucht und Ordnung!

In den Schulen herrschen strenge Regeln. Es gibt eine Schuluniformspflicht, Mädchen müssen die Haare zum Zopf zusammenbinden, Make up und Schmuck ist verboten. Auch bei -16°C wird gejoggt und die Flagge gehisst. Außerdem ist jeder Schultag extrem lang und danach müssen noch Hausaufgaben gemacht werden. Meine Klassenkameraden gehen teilweise erst um 1 Uhr morgens schlafen. Im letzten Schuljahr müssen die Schüler bis 22 Uhr in der Schule bleiben.

 

  1. 10.                        Vielleicht!

Ich hasse diese Antwort!! Am Freitagvormittag fragen wir unsere Lehrerin ob wir am nächsten Tag Schule haben. Und die Antwort lautet stets: „Ich glaube, vielleicht! Ich weiß nicht genau. Vielleicht!“. Das bedeutet so viel wie: „Das steht noch nicht fest. Das wird erst am Nachmittag entschieden“. Oder: „Wann ist denn das Musikfest in unserer Schule? Müssen wir da etwas singen?“ – „Vielleicht! Vielleicht ist es am 31.12. Vielleicht!“

 

Obwohl China doch ziemlich anders und gewöhnungsbedürftig ist, liebe ich China!!! Ok… Manchmal hasse ich die Schriftzeichen, weil sich viele sooo ähnlich sehen, aber meistens liebe ich alles was chinesisch ist. Das einzige was hier fehlt ist Weihnachten! Abgesehen von dem bisschen Dekoration merke ich hier gar nichts von Weihnachten.

Nächste Woche bin ich dann erst mal eine Woche in Yunnan und kann 15-17°C  genießen :D

Gefährlicher Nebel und 2-monatiges Jubiläum

Freitag, 25.10.2013

der Nebel des Grauensim Kampf gegen die Luftverschmutzung

Die Ferien sind viel zu schnell vergangen. Wir haben uns mit Chinesen getroffen oder sind einfach nur zu dritt zur Zentral Street gefahren und haben westliches Essen gegessen. An einem Tag bin ich mit Hildur, ihrer Schwester und einer Freundin in den Freizeitpark gegangen. Wir sind Achterbahn gefahren bis uns übel wurde und dann mit dem Riesenrad gefahren. Von dort aus hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf Harbin. An diesem Tag hat Hildur bei mir übernachtet und am nächsten Tag haben wir meinen ehemaligen Gastbruder getroffen. Er ist jetzt als Austauschschüler in Deutschland, in der Nähe von Berlin und wir bleiben in Kontakt.  An einem anderen Tag in den Ferien war der Geburtstag von meiner Gasttante. Wir hatten deshalb ein riesiges Abendessen mit der ganzen Familie bei uns zuhause und haben im Anschluss das Finale von „The Voice of China“ gesehen.

In meiner ersten Schulwoche nach den Ferien, mussten wir am Samstag zur Schule gehen. Das war das erste Mal in meinem Leben, das ich an einem Samstag zur Schule gehen musste! Aber an den Wochenenden können wir immer ausgehen und neues in Harbin entdecken. Einmal, als wir mit ein paar Schülern aus unserer Schule ausgegangen sind, sind wir in eine Art japanische Spielhalle gegangen. Es gab Rennspiele, Tanzspiele, Automaten an denen man Stofftiere fangen kann, Musikspiele die so ähnlich wie Guitar Hero sind und vieles mehr. Dabei läuft die ganze Zeit laute Musik. Außerdem sind wir in ein Gruselkabinett gegangen und haben die Lichter am Flussufer bewundert. Abends ist in Harbin vieles beleuchtet und es macht Spaß einfach nur umher zu laufen und zu staunen.

 Es wird jetzt nämlich Winter in Harbin und vor ein paar Tagen hat es sogar ein wenig geschneit. Letzten Sonntag ist die Heizung in ganz Harbin eingeschaltet worden, weshalb die Luft an den nächsten Tagen schrecklich war. Am Montag ist deshalb sogar die Schule ausgefallen und wir mussten drei Tage lang einen Mundschutz tragen, wenn wir das Haus verlassen wollten. Es war so schlimm, das man keine 5 Meter weit gucken konnte.  Meine Klassenkameraden haben mir erzählt, dass es das erste Mal war, das sie so etwas gesehen haben. Es hat aber auch etwas Gutes, dass das Wetter jetzt kälter wird: Wir müssen in den Pausen keine Übungen mehr machen und vor dem Tischtennisunterricht nicht mehr joggen und sprinten.  

Vor ein paar Tagen, sind wir mit unseren Kontaktpersonen Mittagessen gegangen. Sie haben uns in ein kleines, unterirdisches Nudelrestaurant geführt, in dem man den Koch beobachten konnte. Es war Wahnsinn, wie er Nudeln gemacht hat. Er hat aus einem Klumpen Teig Steifen geformt und diese dann immer weiter langgezogen, bis es Nudeln waren. Und das alles in nur 15 Sekunden!  

Heute war das zweite AFS Meeting und wir haben über die Reise nach Yunnan gesprochen. Vom 15.-21- Dezember organsiert AFS nämlich eine Reise nach Yunnan und ich habe mich bereits dafür angemeldet. Außerdem haben wir über unsere Erlebnisse in den letzten Wochen gesprochen und über unsere Gastfamilien.  

Ich bin jetzt schon zwei Monate in China, aber es kommt mir vor wie zwei Wochen. Ich fühle mich, als ob ich immer mehr chinesisch werde. Ich kann mittlerweile in weniger als 2 Minuten eine Straße überqueren ohne überfahren zu werden, es macht mir nichts mehr aus, dass alle beim Essen schlürfen und schmatzen, meine Gastfamilie rülpst und pupst, die Menschen auf den Straßen mich anstarren, als wäre ich ein Außerirdischer und ich am Samstag oder Sonntag zur Schule gehen muss. Es wundert mich auch nicht mehr, dass jeder 5. mit einer Wurst am Stiel herumläuft und, dass Chinesen sogar ein anderes Wort für McDonals, KFC und Marken und Superstars haben. Die meisten können einen nicht einmal verstehen wenn man sie nach McDonalds fragt. Sie kennen nur „mai dang lao“, „ken de ji“, „a di da si“ und „mai ke er jie ke xun“. Was McDonalds, KFC, Adidas und Michael Jackson bedeutet. Außerdem überrascht es mich nicht mehr, wenn mich ein Schüler aus unserer Schule fragt, ob wir am Wochenende zusammen „spielen“ wollen.

Für mich ist alles perfekt, wenn ich mit meinen Freunden Gaia und Hildur zusammen bin…     <3

 

Sushi und Handschuhe

Freitag, 04.10.2013

Im Freizeitpark mit HildurSushi mit Handschuhen

Am 19. 09 war das Mondfestival, ein Feiertag, an dem die Familie zusammen kommt und zusammen zu Abend isst, den Mond betrachtet und Mondkuchen isst. Am Tag vorher hat meine Familie mir aber eine SMS geschickt, in der stand, dass wir das Mondfestival nicht zusammen feiern können und doch nicht, wie geplant zusammen nach Yichun fahren. Ich konnte also selber etwas unternehmen. Da ich unbedingt feiern wollte, habe ich den Tag zusammen mit Hildur und ihrer Familie verbracht.

Am nächsten Tag bin ich mit meiner Familie und Hildur zum Tigerpark gefahren und anschließend zum Flussufer, wo mein Onkel plötzlich ein Zelt aufgebaut hat. Nach einer halben Stunde sind wir aber abrupt aufgebrochen. Samstag bin ich dann mit ein paar Austauschschülern ausgegangen. Natürlich sind wir auch in eine Karaoke Bar gegangen ;)

Am nächsten Tag (Sonntag!) mussten wir zur Schule gehen, weil ich wegen des Mondfestivals ja drei Tage frei hatten. Das war aber nicht so schlimm, weil wir drei die Schule früher verlassen durften, um zur Kong Fu Schule zu fahren. Wir lieben Kong Fu :D Es ist wie im Fernsehen. Am Anfang und am Ende der Stunde müssen wir uns vor der Flagge verbeugen, um unseren Respekt gegenüber China zu demonstrieren.   Wir  drei sind in einer Gruppe mit kleinen chinesischen Jungs, die alle besser sind als wir. Wir müssen uns dehnen und Spagat machen, dabei geht die Lehrerin herum und drückt uns noch weiter auf den Boden. Manche Jungs fangen dann an zu weinen, aber die Eltern sehen nur zu, oder wischen ihnen die Tränen weg.

Als wir in einer Tischtennis Stunde wieder einmal sprinten mussten, bin ich umgeknickt. Ich habe meinem Lehrer gesagt, dass mein Fuß wehtut und dann hat er eine merkwürdige, stinkende Flüssigkeit geholt und meinen Fuß damit eingerieben und massiert. Danach ging es mir erstaunlicherweise besser.

Letzten Samstag bin ich wieder mit Gaia und Hildur ausgegangen  :D  Diesmal ist uns aber etwas Verrücktes passiert.  Als wir im selben Shopping Center waren, in dem wir letztes Mal zwei Italiener getroffen haben, haben wir wieder andere Ausländer getroffen. Wir haben sie angesprochen und herausgefunden, dass sie AFS Austauschschüler sind, die in Jiamusi, einer anderen Stadt in Heilongjiang,  leben.  Das waren ein Junge und ein Mädchen aus Australien und ein anderer Junge aus Island(!!!!!) Aus ganz Island sind zur zweit nur zwei Schüler in China und die treffen sich zufällig! Hildur war so aufgeregt, denn in Island sind sie auf derselben Schule! Wir haben dann zusammen Pizza gegessen und Handynummern ausgetauscht. Am nächsten Tag (Sonntag) sind wir natürlich wieder zur Schule gegangen.  Dafür haben wir aber vom 1. -7. Oktober Ferien, wegen des chinesischen National Tages.

 In den Ferien bin ich bisher jeden Tag mit Freunden ausgegangen, weil meine Familie keine Zeit hat. Meine Gasteltern müssen arbeiten und meine Schwester muss lernen. An einem Tag sind wir mit Sindri, dem Jungen aus Island und einer Chinesin namens Meadow ausgegangen. An einem anderen Tag sind wir mit unserer Kontaktperson, einem Schüler aus unserer Schule, der ein Auslandsjahr in  Italien verbracht hat, Essen gegangen und dann mit zu ihm nachhause, wo wir Mario Card gespielt haben. Natürlich wurden überall ständig Fotos von uns gemacht, aber einmal hat uns eine Gruppe von Mädchen gefragt, ob sie ein Video von uns machen können, in dem wir einem Freund von ihnen alles Gute zum Geburtstag wünschen.

Heute bin ich mit Hildur ausgegangen. Wir haben Winterkleidung gekauft und ein bisschen die Straßen erkundet. In einem kleinen Laden haben wir Sushi gekauft, aber es gab keine Stäbchen mehr. Deshalb hat die Verkäuferin uns Plastikhandschuhe gegeben. Wir saßen dann also am Flussufer und haben Sushi mit Handschuhen gegessen.

Mittlerweile habe ich mich an fast alles in Harbin gewöhnt, was mir am Anfang merkwürdig vorkam. Ich habe mich daran gewöhnt, dass die Leute Röcheln und auf die Straße spucken und dabei klingen, als würden sie gleich sterben, ich habe mich daran gewöhnt, dass die Verkehrsregeln eher Richtlinien sind und die Sitzgurte nur Zierde, ich bin es gewohnt mitten auf der Straße Esel zu sehen, die riesige schwere Lasten ziehen, Gemüse das vor manchen Häusern auf dem Boden liegt und Pärchen die das selbe, merkwürdige Outfit tragen. Außerdem habe ich mich daran gewöhnt, dass ich überall angestarrt  werde und heimlich Fotos von mir gemacht werden und ich bin es gewohnt unverständliche englische Übersetzungen zu sehen, wie die Aufschrift „Organism“ auf dem Mülleimer. 

Die Zeit vergeht wie im Fluge und manchmal habe ich Albträume, in denen ich wieder in Deutschland bin und mich kaum an mein Auslandsjahr erinnern kann, weil es so schnell vorbei war. Dann wache ich auf und bin erleichtert, weil ich noch über acht Monate übrig habe.  

Meine ersten Schulwochen

Dienstag, 10.09.2013

  Letzten Montag war mein erster Schultag an der Shengshiyan Middle School und ich habe wirklich sehr merkwürdige, lustige und interessante Dinge erlebt. Montag haben wir eine kurze Einführung in die Schulregeln bekommen und sind dann ins Krankenhaus gefahren für unseren Gesundheitscheck. Dort wurde wirklich fast alles untersucht: es wurde ein Seetest gemacht, ein Ultraschall, uns wurde Blu abgenommen, wir mussten Urin abgeben und wir wurden gemessen und gewogen. Ach ja - "wir" sind übrigens Gaia, eine Italienerin, Hildur, ein Isländerin und ich. Wir sind die einzigen Austauschschüler an der Schule und wir verstehen uns suuuuper! Nach dem Krankenhausbesuch sollten wir eine Tischtenniskelle kaufen, weil wir dreimal die Woche zwei Stunden Tischtennis haben. Außerdem haben wir jeden Tag eine Stunde Chinesisch Unterricht und zweimal die Woche zwei Stunden Kalligraphie. Den Rest den Tages verbringen wir in je einer chinesischen Klasse. Als ich am Montag in die Klasse kam und vorgestellt wurde, war ihc sehr aufgeregt. Ich kannte ja niemanden und dann sollte ich mich auch noch selbst vorstellen. Ich habe versucht das auf chinesich zu machen, aber mir ist klitzekleiner Fehler unterlaufen und alle haben gelacht :/  

Das war aber nicht weiter schlimm. Ich sitze ganz vorne, noch vor der ersten Reihe, neben einem sehr netten Mädchen. Überhaupt sind alle super nett zu mir und hilfsbereit. In den Pausen winken mir einige, manche grüßen mich, machen ein Foto mit mir, sagen, dass ich hübsch bin, wollen meine qq- oder Handynummer oder wollen mir einfach nur die Hand schütteln. Viele fragen mich auch, ob wir Freunde sein können. Wenn ich ja sage, freuen sie sich ganz doll, auch wenn sie zu schüchtern sind, um sich richtig mit mir zu unterhalten.

Um 6:10 werden meine Schwester und ich morgens vom Bus abgeholt. Um 7:35 Uhr fängt die erste Stunde an, aber man muss spätestens 7:00 Uhr im Klassenraum sein. Um 18:00 Uhr ist Schulschluss, aber ab 16:30 Uhr sollen alle nur leise selber lernen. Überhaupt gibt es sehr viele Stunden, in denen die Schüler selber lernen und Hausaufgaben machen sollen. Das schaffen sie aber nie in der Schule, Zuhause müssen sie weiter lernen, und danach gehen sie sofort schlafen. Trotzdem sind viele in der Schule sehr müde - meine Schwester schläft sogar morgens im Schulbus.

Unser Tischtennislehrer nimmt seinen Unterricht sehr ernst. BIsher haben wir noch nicht gespielt, denn dafür sind wir nich nicht bereit. Zuerst müssen wir 5 Runden langsam um den Platz joggen, dann dehen, dann 5 mal sprinten. Und wehe, man gibt sich keine Mühe. Anschließend müssen wir den Ball 100 mal mit der Kelle schlagen, ohne das er herunterfällt und dann kurz Pause machen. Dann wieder 100 mal schlagen und dann Pause. Das Ganze 10 mal. im Anschluss die selbe Übung, nur dass man nach jedem Schlag die Kelle drehen muss. Als letztes müssen wir dann die Schlagbewegung üben - aber ohne Ball. Neulich hat Hildur das falsch gemacht, und dann hat er ihr auf die HAnd gehauen. Trotzdem ist er unser Lieblingslehrer. Er kann kein Englisch und redet deshalb nur mit mir, weil die anderen kein chinesisch können, er lacht sehr viel und gibt uns Tee.

Der chinesisch Unterricht ist ziemlich langweilig, weil wir bei null anfangen müssen. Die Lehrerin gibt mir aber extra Hausaufgaben, damit ich mich in den Stunden danach nicht langweile. Wir haben von 12:00 - 13:00 Uhr Mittagspause, in der wir mit den Lehrern in der Cafeteria essen können. Nach jeder Stunde gibt es 10 Minuten Pause. In manchen Pausen müssen die Schüler Übungen für die Augen machen oder auf dem Sportplatz synchrone Bewegungen machen. 

Nach der Schule werden meine Schwester und ich vom Schulbus abgeholt. Zuhause gibt es dann Abendessen zusammen mit der Familie, wenn diese denn da ist. Meine Gateltern kommen manchmal sehr spät nachhause, weil sie so lange arbeiten müssen. Nach dem Essen macht meine Schwester Hausaufgaben oder hat Nachhilfe und ich rede mit meiner Gastmutter. Ich verstehe schon vieles, aber oft brauche ich die Hilfe von meinem Smartphone oder meiner Schwester. Außerdem chatte ich abends mit Schulkameraden, von denen manche mir echt merkwürdige Nachrichten schicken. Manchmal bekomme ich ein Foto von mir selbst zugeschickt, einige fragen mich, ob wir uns treffen können, ein paar fragen, ob ich Justin Bieber mag und manche sagen mir zum Abschied, dass sie mich vermissen werden.

Am Samstag treffe ich mich immer mit Gaia und Hildur, da meine Gasteltern arbeiten und meine Schwester Hausaufgaben hat. Wir treffen uns in der Zentralen Straße und gehen shoppen und essen westliches Essen. Ich fahre miestens mit dem Taxi dahin, weil das hier sooo billig ist. für 20 Minuten bezahle ich ca. 2 Euro. 

Drei Ausländer sind dort DIE Attraktion! Wir werden ständig fotografiert und neulich hat ein Mann sogar versucht mich zu küssen. o.O

Am Sonntag war ich auf der Hochzeit von meiner Gastcousine. Als meine Schwester und ich an dem Morgen vom Tennis in die Wohnung kamen, war diese voll mit Leuten, von denen nichtmal meine Schwester alle kannte. Die Hochzeit fand in einem Hotel statt. So gut wie alle Gäste trugen Jeans, weil s in China nicht so üblich ist, sich für eine Hochzeit schick zu machen. Im Hotel bin ich dann mit meiner Schwester und einigen Cousinen ins Zimmer der Braut gegangen. Dort wurden Massen an Fotos von der Braut gemacht und auf einigen bin ich auch drauf. Dann kam der Bräutigam für ein Ritual ins Zimmer. Drei Cousinen und ich saßen auf dem Bett, um die Braut herum und sollten ihm Fragen stellen, wie z.B. Liebst du sie? Wer wird nach der Hochzeit kochen? Dann bekamen wir alle einen roten Umschlag mit Geld. 

Anschließend sind wir zum Raum gegangen, in dem die Trauung stattfand. Der Bräutigam hat mich gefragt, ob ich ihnen während der Trauung die Ringe bringen konnte. Ich war sooo aufgeregt. Die ganze Zeit lang wurde eine Fotoshow vom Brautpaar abgespielt und im Laufe des Abends trug die Braut drei verschiedene Kleider. Ich habe zwar nichts verstanden, während der Trauung aber ich konnte einige Rituale mit ansehen. Das Paar hat eine riesige Flasche Sekt über eine Pyramide aus Gläsern gegossen, eine Wunderkerze angezündet, sich umarmt und schließlich geküsst. Nach dem Abendessen sind wir abrupt gegangen. Wir sind zu einem mega teuren Shoppingcenter gefahren, in dem meine Gastmutter sich ein KLeid gekauft hat. DAnn sind wir noch kurz zur Wohnung meiner Gasttante gefahren und haben Tee getrunken.

Am Dienstag war Lehrer Tag und die Schüler haben Texte für die Lehrer geschrieben und ihnen Geschenke gemacht, wie Blumen, Kissens und Teddys. Auch ich sollte einen Text schreiben. Das besste war aber,wir um 11:30 Uhr Schluss hatten. Also bin ich mit Gaia, Hildur, ihrer Schwester und einer Freundin der Schwester essen gegangen und anschließend Karaoke singen. Das ist sehr beliebt in China. Man hat seinen eigenen Raum und es macht mega viel Spaß.

Am Freitag war ein Sportfest meiner Schule in einem Stadion in der Universität. Ich sollte die Fahne schwenken, während meine Klasse in einer perfekten Formation marschiert ist. DAs ganze Sportfest hat mich an das Militär erinnert, genauso wie der Sportunterricht in meiner Schule.

NAch dem Sportfest bin ich wieder mit Hildur, Gaia, ihrer Schwester, meiner Schwester (!) und einem Kumpel meiner Schwester essen gegangen. Es gab sehr scharfes, aber leckeres chinesisches Barbecue. Anschließend sind wir wieder in eine Karaoke Bar gegangen. 

Gestern war meine erste Kung Fu Stunde (NAtürlich mit Gaia und Hildur) und es war wie im fernsehen. Wir sollten uns dehnen und Spagat machen, dabei ist dei Lehrerin herumgegangen und hat uns weiter runtergedrückt. Einige kleine Jungs fingen an zu weinen. Wir haben nämlich Unterricht zusammen mit kleinen, chinesischen Jungs, die alle besser sind als wir. Uns hat das Training sehr gut gefallen und wir freuen uns schon auf die nächste Stunde. Wir haben jetzt immer Dienstags, Donnerstags und Sonntags 1,5 Stunden Kung Fu. 

Das Leben in China gefällt mir sehr gut und die Beziehung zu meiner Gastschwester ist auch schon viel besser. In China überrascht mich aber gar nichts. Von Weihnachtsdeko im Sommer, Eseln auf dem Bürgersteig, mitten auf der Straße parkende Autos, Geisterfahrer, zwischen den Bahnen fahrende Autos bis hin zu Hühnerfüßen im Supermarkt und alten Leuten, die am Morgen zusammen Taiji auf öffentlichen Plätzen machen, gibt es in China alles.

 

Die ersten Eindrücke

Samstag, 31.08.2013

Der 22. August schien mir immer noch so lange hin und dann war er auf einmal da. Um 9:00 Uhr ging es los: Meine Eltern und ich sind mit dem Auto zum Münchner Flughafen gefahren, wo wir den Rest der Gruppe und einen AFS Betreuer getroffen haben. Nach dem einchecken hieß es dann Abschied nehmen und obwohl ich versprochen habe nicht zu weinen, konnte ich die Tränen nicht unterdrücken. Doch viel Zeit blieb mir nicht, denn der Sicherheitscheck wartete schon auf mich. Mit einer Gruppe von 17 Schülern aus ganz Deutschland bin ich dann 9 Stunden nach Beijing geflogen. Ich konnte auf dem Flug kaum schlafen, weil ich so aufgeregt war (und im sitzen zu schlafen auch nicht gerade bequem ist). Um 11:20 Uhr Ortszeit landeten wir schließlich in Beijing. Wir wurden von AFS Betreuern mit einem Bus abgeholt und direkt zum Hotel gebracht, das mitten im Nirgendwo war. Das war aber nicht weiter schlimm. weil wir das Hotel eh nicht verlassen durften. Für den ersten Tag gab es kein Programm, es wurden nur alle 180 Austauschschüler vom Bahnhof abgeholt. Als wir im Hotel ankamen, bekam jeder ein Namensschild, auf dem auch eine Gruppennummer, das Herkunftsland und die Stadt in China in der man leben wird standen, ein AFS T-Shirt mit der Aufschrift We can't spell s_ccess without u auf dem Rücken, einige Hefte mit Sicherheitstipps und AFS Regeln und ein Zettel mit dem Programm. Da für den ersten Tag kein Programm anstand, nutzte ich den Tag um die andern kennenzulernen. Besonders toll fand ich es, wenn ich andere getroffen habe, die nach Harbin gehen. Dabei habe ich auch herausgefunden, dass alle die in die selbe Stadt kommen, die selbe Gruppennummer haben. Es war eine tolle Erfahrung Schüler aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt zu treffen. Ca. 1/3 der Gruppe kam aus Thailand, gaaanz viele aus Italien, 17 aus Deutschland, ein paar aus Frankreich, USA, Dänemark, Schweiz, Norwegen, Lateinamerika und und und.... Am nächsten Morgen gab es ein Meeting in dem uns die AFS Regeln und die chinesiche Kultur kurz vorgestellt wurden. Außerdem bekamen wir einen 5 minütigen Crashkurs in Taiji. Nach dem Mittagessen haben wir einen Ausflug zur chinesischen Mauer gemacht. Jeder Gruppe wurde ein Bus zugewiesen, damit wir während der Fahrt die Möglichkeit hatten, uns über die Stadt in die wir kommen auszutauschen. Es waren ca 30°C und wir mussten, um zur Mauer zu gelangen, sehr viele Treppen steigen, weshalb wir alle durchgeschwitzt und erschöpft auf der Mauer ankamen. Aber die Anstrengung hatte sich gelohnt, denn die Aussicht war wahnsinnig toll. Meine Freundin und ich probierten gleich mal unser neu erlerntes Taiji aus, worüber sich die Chinesen sehr gefreut haben. Abendessen gab es diesmal in einem Restaurant. Ich persönlich mag das chinesische Essen sehr gerne, nur mit dem Frühstück kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Reis, Fleisch, Tofu, Pommes, salzige Enteneier und scharfes Irgendwas gehören für mich nicht auf den Frühstückstisch sondern zum Mittag- oder Abendessen.

Abends im Hotel gab es eine Party. Jedes Land sollte etwas typisches aus der Heimat vorführen. Die Russin hatte zum Beispiel ein russisches Kleid an und hat einen typisch russisches Tanz vorgeführt, die Italiener haben die Nationalhymne gesungen, die Lateinamerikaner haben Macarena getanzt und wir Deutschen haben ein Dirndel vorgeführt und das rote Pferd gesungen. Danach wurde Disco Musik angemacht und wir haben alle getanzt und gesungen und den Abend genossen. Am nächsten Tag bekamen wir Informationen zur Abreise und haben eine Gruppendiskussion gemacht. Wir sollten uns selber einen Brief schreiben, den wir nach dem Auslandsjahr zurückbekommen.

Im Laufe des Tages sind alle mit dem Zug oder mit dem Flugzeug in ihre Stadt gebracht worden. Ich musste bis 19:30 die Zeit totschlagen, bis es auch für mich losging. Wir sind mit dem Nachtzug gefahren, aber ich konnte wieder mal nicht schlafen. Nach 11 Stunden sind wir in Harbin angekommen und wuden von unseren Gastfamilien abgeholt. Dann kam die große Überraschung: Ich habe eine neue Gastfamilie!!! Meine Englischlehrerin hat mir erzählt, dass meine Gastmutter auf einer Geschäftsreise ist und meine Gastschwester in der Schule. Ich habe ihr erzählt, dass ich dachte, ich hätte einen Gastbruder, da meinte sie, dass AFS eine neue Gastfamilie für mich gefunden hat, bei der ich auch 10 Monate bleiben kann. Mein Gastbruder macht nämlich ein Auslandsjahr in Deutschland und so hätte ich gar keine Gastgeschwister gahabt. Mein Gastvater hat mich mit einem Porsche abgeholt und ich habe herausgefunden, dass er kein Wort Englisch spricht. Aber dank Smartphones und drei Jahren Chineisch Unterricht klappte die Verständigung halbwegs. Ich fand sogar heraus, dass ich auch auf eine andere Schule gehen werde, und zwar auf die Experimental Middle School. Genauso wie eine Italienerin und eine Isländerin. Zwei gehen auf die No. 9 Moddle School und alle anderen auf die No. 73 Middle School.

Als wir in der Wohnung ankamen, bwar ich begeistert. Man hat von der ganzen Wohnung aus eine Wahnsinns Aussicht auf die Skyline von Harbin, da wir im 27. Stockwerk wohnen. Ich habe sogar mein eigenes Zimmer in dem gleich zwei Betten stehen. Im Esszimmer und im Wohnzimmer hängen Kronleuchter und in meinem Zimmer ist ein großer Flachbildfernseher. Nachdem ich meinen Koffer ausgepackt habe, hat mein Gastvater mir gesagt, dass wir los müssen. Als ich gefagt aheb, wohin es geht, hat er mir sein Hany vor die Nase gehalten, auf dem stand: Wir laufen temporäres Zertifikat.  ?? OK ich war zwar etwas verwirrt, aber was soll's. Er hat mir noch gesagt, dass ich meinen Reisepass und Fotos mitnehmen solle. Da ich keine Passfotos dabei hatte, haben wir an einem kleinen Laden gehalten, der wie fast alles in China, ziemlich schmuddelig und dreckig war. Ich wurde auf einen Holzstuhl vor einer weißen Wand gesetzt und der Fotograph hat ein Foto von mir gemacht. Dann sind mein Gastvater und ich weiter zur Polizeistation gefahren, wo ich meine Aufenthaltsgenehmigung bekommen habe (nach einigem hin und her und einer Stunde Wartezeit versteht sich). Anschließend hat mein Gastvater mir die Frage gestellt, die meine Gastfamilie mir noch sehr, sehr oft stellen wird: Hast du Hunger? Da es schon 12 Uhr war und ich noch nichts gegessen habe, sagte ich ja. Wir sind durch ein Einkaufscenter hindurch gelaufen, in einen Bereich, in dem es viele verschiedene Restaurants gab und mein Gastvater entschied sich für Feuertopf. Ich war sehr froh darüber, denn Feuertopf ist mega lecker! Als wir das Restaurant betraten, starrten mich wieder alle an. Das passiert mir sehr oft in China. Alle gucken mich an, manche sagen noch: Ni hen piaoliang! Was du bist sehr hübsch bedeutet. Manchmal ist das aber auch etwas unangenehm, wenn einige mir ganz nahe kommen und mich mit weit aufgerissenen Augen anstarren. Die meisten lächeln aber sehr freundlich und ein paar wollen sogar ein Foto mit mir machen. Wobei es eigentlich nie bei einem Foto bleibt. Chinesen machen grundsätzlich sehr viele Fotos. 

Im Restaurant bestellte mein Gastvater verschiedene Fleischsorten, Nudeln, Gemüse und etwas von dem ich jetzt weiß, dass es Seealgen sind. Ich habe meinen Gastvater versucht zu fragen, wie alt denn meine Gastschwester sei, daraufhin antwortete er: 6 Uhr abends. Mh... Ansonsten klappte die Verständigung aber ganz gut. Wir fuhren wieder nachhause und ruhten uns kurz aus. Plötzlich kommt jemand zur Wohnungstür herein und spricht ganz schnelles, aufgeregtes Chinesisch mit mir. Zuerst dachte ich, es wäre meine Gastmutter, doch mein Gastvater konnte mir erklären, dass es die Putzfrau war. Dann fragte mich mein Gastvater, ob ich eine chinesische Simkarte hätte. Als ich nein sagte, ist er mit mir gleich in einen Handyladen gegangen und hat erstmal 15 Minuten lang mit dem Cumputer eine gute Handynummer für mich ausgesucht. Als er sich endlich für irgendeine Nummer entschieden hat, hat er mir einen Zettel mit mehreren Tabellen hingehalten und mich gefragt, welchen Tarif ich möchte. Da ich aus den Zeichen nicht so recht schlau geworden bin, sagte ich einfach dass ich eine Internetflat haben möchte. Nach gut einer Stunde haben wir den Laden mit einer chineischen Simkarte und jeder Menge Papier verlassen. Bis heute weiß ich nicht, was ich mit der Simkarte machen kann. Anschließend sind wir in einen Supermarkt gegangen, in dem es mehrere Aquarien mit merkwürdigen Fischen, eine riesen Auswahl an verschiedenen Eiern und undefinierbare Delikatessen gab. WIr haben Milch gekauft auf der auf Deutsch haltbare Vollmilch draufsteht. Um 18 Uhr haben wir meine Gastschwester von der Schule abgeholt (jetzt verstehe ich das auch mit 6 Uhr abends). Ich war sehr aufgeregt und als sie ins Auto gestiegen ist, habe ich sie anglächelt und ihr Hallo gesagt. Doch sie hat weder zurück gelächelt, noch irgendetwas zu mir gesagt. SIe hat nur mit ihrem Vater auf Chinesisch geredet. Ich habe verstanden, wie sie ihren Vater gefragt hat, ob ich denn etwas verstehen würde, und er hat gesagt, dass ich nichts verstehe. (Hah! Von wegen) Dann hat er zu ihr gesagt, dass sie mich begrüßen soll, was sie mit einem Schweigen beantwortete. Hier war mir das erste Mal in China zum Weinen zumute, doch stattdessen lächelte ich sie nur an und tat so, als ob ich nichts verstanden hätte.  

Zuhause erzählte sie mir, dass sie viele Hausuafgaben aufhätte und fragte, ob ich ihr helfen möchte. Ich sagte ja, und machte ihre kompeltten Englisch Hausaufgaben für sie, in der Hoffnung, dass mich dann vielleicht mag. Naja wenigstens hat sie danke gesagt. Mein Gastvater hatte meine Gastmutter vom Flughafen abgeholt und spät abends habe ich sie endlich kennengelernt. Sie ist sehr nett, aber auch sie kann kaum Englisch sprechen. Ich war froh, dass ich das meiste von dem verstand, was sie mir zur Begrüßung gesagt hat. Dann sagten mir meine Gasteltern, dass ich den Koffer packen muss, weil ich am nächsten Tag zu einem dreitägigen AFS Camp fahren sollte. Davon wusste ich überhaupt nichts, aber Ok. Am nächsten Morgen hat mich mein Gastvater um 6 Uhr morgens zum Bahnhof gefahren. Auf mein Guten Morgen! und Bis bald! hatte meine Gastschwester wieder nicht geantwortet. Am Bahnhof habe ich dann die anderen Autauschschüler getroffen und erfahren, dass auch sie nichts von dem Camp wussten. Außerdem sind fast alle Gastgeschwister mitgefahren, bis auf vielleicht 5. Meine eingeschlossen.

Wir sind fast 6 Stunden mit dem Zug gefahren, bis wir in Mudanjiang angekommen sind, keiner wusste so genau wo das eigentlich ist. Ich war mit einer Chinesin und einer Thailänderin auf dem Zimmer, da drei Chinesen und drei Austauschschüler nicht zusammen auf einem Zimmer sein durften. Am nächsten Morgen sind wir zum gelben Wasserfall gefahren. Dort waren sehr viele Chinesen und wieder wurde ich um Fotos gebeten. Ein Mann ist sogar in den Wasserfall gesprungen und alle haben zugesehen und Fotos und Videos gemacht. Am Nachmittag gab es eine Art Training. Wir sollten aufschreiben, was wir vom Auslandsjahr erwarten und was befürchten. Dann mussten wir uns in Gruppen aufteilen und uns einen Namen geben. Alle aus der Gruppe sollten die gleichen Hobbys haben und es sollten mindestens 2 unterschiedliche Nationalitäten vertreten sein. Nach dem Training haben wir vor dem Hotel getanzt und im Anschluss, in einem Geschäft in der Nähe des Hotels, die ganze Schokolade aufgekauft, weil uns allen das westliche Essen fehlte. Abends gab es wieder ein Meeting. Diesmal sollten wir aufschreiben, was wir für das wichtigste halten, das ein Austauschschüler haben muss. Am nächsten Tag haben wir uns noch 2 Schulen angesehen und sind dann wieder zum Bahnhof gefahren. Auf diesem Camp habe ich mitbekommen, dass die anderen Gastgeschwister viel netter und herzlicher zu den Austauschülern sind, als meine Gastschwester. Sie hat mich noch nie umarmt und redet immer nur das nötigste mit mir, oder wenn sie aufgefordert wird.

Am Abend haben meine Gasteltern mir ein paar Vokabeln beigebracht, wie z.B Wasserfall. Hierbei hat meine Gastschwester sehr viel mit mir geredet und war sehr freundlich. Sie wollten sogar, dass ich ihr die Wochentage auf Deutsch beibringe. Außerdem haben meine Gastmutter und meine Gastschwester versucht meinen Deutschen Namen und die Namen meiner Eltern auszusprechen. Sonst nennen sie mich Wang Yuan. Das ist jetzt mein chinesischer Name. Wang ist der Familienname und bedeutet König. Yuan ist mein Vorname und heißt sehr schön. Am nächsten Tag bin ich mit meiner italienischen Freundin und ihrer Gastmutter shoppen gegangen. Davor habe ich auf der Arbeit von meinen Eltern Mittag gegessen. Sie arbeiten beide in einem Geschäft, das Kronleuchter verkauft. Die Gastmutter von meiner Freundin kann sehr gut Englisch sprechen, weshalb wir schnell alles kaufen konnten, was wir wollten. Abends habe ich mich wieder mit meiner Gastfamilie unterhalten. Dabei habe ich erfahren, dass meine Gastschwester seit ein paar Monaten Tennis spielt. Deshalb waren wir heute zusammen Tennis spielen und ich musste feststellen, dass Tennis in China ein bisschen anders gespielt wird als in Deutschland. Davor waren meine Gastschwester, ihre Freundin und ich zusammen Teigtaschen essen. Und nach dem Tennis waren wir zusammen im Kino. Wir haben Monster University auf Chinesisch gesehen und ich habe kaum ein Wort verstanden.  Trotzdem hat meine Gastschwester nicht besonders viel mit mir geredet. Ihre Freundin hat wesentlich mehr mit mir gesprochen und mich auch mal angelächelt. Ich hoffe sehr, das sich das noch legt und sie vielleicht nur schüchtern ist. Als ich ihr gesagt habe, dass ich hoffe, dass wir gute Freunde werden, sagte sie, dass hoffe sie auch. Doch als ich sie heute gefragt habe, ob sie froh darüber sei, eine große Schwester zu haben, hat sie nur gelacht.

Morgen um 8:00 Uhr gehen wir wieder Tennis spielen und am Montag ist dann mein erster Schultag. Ich bin schon sehr gespannt, was mich dann erwarten wird...    

Die Vorfreude wächst

Dienstag, 09.07.2013

Nach meiner anfänglichen Enttäuschung über meine "Gaststadt", die Eisstadt Chinas, kann ich mittlerwile doch sagen, dass ich mich auf Haerbin freue. Gestern habe ich auch endlich die E-Mail von AFS mit den genaueren Infos über meine Gastfamilie bekommen. Ich habe mein eigenes Schlafzimmer, die Wohnung ist 110m² groß und sie haben Fische Lächelnd Leider ist nur ein Foto dabei gewesen, aber darauf sehen sie echt nett aus. Außerdem habe ich erfahren, dass noch einige andere AFSler nach Haerbin gehen und ich freue mich schon darauf sie kennenzulernen. 

Hier mal ein paar Infos über Haerbin:

Haerbin, oder auch Harbin, ist die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang. Die Provinz ist ganz im Norden von China. Harbin ist 2089 m² groß und hat ca. 4,5 mio. Einwohner. Die Durchschnittstemperatur beträgt 10°, die Höchsttemperatur 35° und die niedrigste Temperatur -25°. Jährlich findet in Harbin von Anfang Januar bis Mitte Februar das Eis- und Schnee-Festival statt. Dabei werden riesige Skulpturen aus Eis hergestellt, die von Innen farbig beleuchtet sind. Außerdem leben ca. 800 Sibirische Tiger in einer Tigerfarm in Harbin.

Und ich freue mich schon darauf das alles zu sehen und zu erleben Lachend

Gastfamilie

Freitag, 05.07.2013

Heute kam endlich, nach laaanger Warterei, der langersehnte Brief an. Ich war so aufgeregt, dass ich den Brief kaum öffnen konnte Lachend Heute Vormittag war Aufregung pur!! Wir wollten nämlich gerade losgehen, um meinen Gastbruder aus Brasilien und seine Mutter zum Bahnhof zu bringen, als mein Vater mir den Brief gegeben hat. Alle standen um mich herum und starrten mich gespannt an. Ich überflog den Brief schnell um die wichtigsten Infos zu bekommen. Wie heißen meine Gasteltern? Habe ich Gastgeschwister? WO KOMME ICH HIN? Dann habe ich laut vorgelesen: Harbin, Heilongjiang! 

Meine Mutter hat mich erstmal gefragt, ob dass ein Witz sei! Ich habe nämlich immer erzählt, dass mir jede Provinz recht wäre AUßER Heilongjiang! Ich hasse den Winter nämlich und in Harbin werden es in den Winternächten schonmal um die -40°C!!! OK meine nächste Hoffnung: eine Gastschwester! Aus dem Namen konnte ich nicht erkennen ob es sich bei meinem 14 Tage jüngeren Familienmitglied um einen Jungen oder ein Mädchen handelt. Zum Glück stehen Mrs./Mr. vor allen Namen. Also erkenne ich, dass ich einen Gastbruder habe. Mmh! Meine Eltern habe schon die ganzen Monate lang Witze darüber gemacht, dass ich in die Eisstadt komme. Und das erste was man findet, wenn man Harbin googelt, ist das Schnee und Eis Festival!! Na toll! Ich war völlig enttäuscht - so hatte ich mir mein Auslandsjahr nun wirklich nicht vorgestellt! Alles, was ich auf keinen Fall wollte, ist wahr geworden! Und meine Freunde kommen nach Nanchang bzw. Nanjing ( "nan" bedeutet Süden -.-). Während der Autofahrt zum Bahnhof und auch auf dem Bahnhof selbst habe ich "Harbin" gegoogelt. Zwischendurch der tränenreiche Abschied von meinem Gastbruder und seiner Mutter Weinend - und auf der Rückfahrt: weiter gegoogelt. Hierbei entdeckte ich auch sehr schöne Seiten von Harbin. Und ich weiß auch, alles steht und fällt mit der Gastfamilie! Das ist das Wichtigste!! Doch außer Namen, Adresse und Telefonnummer habe ich noch keine Informationen über meine Gastfamilie. Also habe ich alle 2 Minuten meine E-Mails gecheckt, in der Hoffnung noch Bilder und genauere Informationen von meiner Gastfamilie zu bekommen. Als abends immer noch keine E-Mail von AFS kam, beschloss ich, selber eine E-Mail an meine Gastfamilie zu schicken, um nach Infos und Fotos zu fragen.

Jetzt sind es noch 48 Tage bis mein Abenteuer beginnt! Alle drei Vorbereitungen habe ich schon hinter mir und mein Arrival Camp in Beijing kann ich kaum noch erwarten. 

Morgen werde ich dann ständig meine Mails checken und auf eine Antwort meiner Gastfamilie warten. Aber jetzt gehe ich erstmal schlafen - das war ein sehr anstrengender und emotionaler Tag Lächelnd

China und Ich

Mittwoch, 29.05.2013

China und ich haben schon eine gemeinsame Vergangenheit - letztes Jahr war ich gleich zweimal dort. Das erte Mal war in den Sommerferien. Zwei Wochen lang war ich erst ein paar Tage in Beijing, eine Woche in Hefei und dann ein paar Tage in Shanghai. Es war eine Sprachreise mit anderen Deutschen, die das Konfuzius Istitut organisiert hat. Noch nie hatte ich so viel Spaß Lachend Als ich dann wieder zurück in Berlin war, stand fest - da muss ich nochmal hin! Also fing ich damit an, eine Organisation zu suchen um ein Auslandsjahr in China zu verbringen. Schließlich habe ich mich bei AFS beworben und wurde auch genommen Lächelnd Im November war ich dann das zweite Mal in China. Dieses Mal wurde die Reise von meiner Schule organisiert. Wir waren zehn Tage in Shanghai und auch dieses Mal hatte ich sehr viel Spaß. Ich verbrachte sogar drei Tage in einer chinesischen Gastfamilie und ging dort zweimal zur Schule. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass meine Entscheidung ein Auslandsjahr in China zu verbringen, richtig war.

Jetzt warte ich jeden Tag gespannt auf eine Nachricht von AFS, in der steht, wo ich denn nun hinkomme. Ich meine China ist sooooo groß! Und die Stadt würde mir ja schon reichen - auch wenn es natürlich gaanz toll wäre, wenn ich aiuch schon meine Gastfamilie bekommen würde.

Shanghai   Hefei :-P Schwarze Nudel- oder doch Würmer? Beijing- verbotene Stadt Sommerpalast Von der Mauer aus fotografiert

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